{"id":284,"date":"2024-12-11T09:19:29","date_gmt":"2024-12-11T09:19:29","guid":{"rendered":"https:\/\/fuenfzieger.de\/?p=284"},"modified":"2025-02-03T09:20:30","modified_gmt":"2025-02-03T09:20:30","slug":"nicht-wieviel-ressourcen-wir-haben-sondern-wie-wir-sie-einsetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fuenfzieger.de\/?p=284","title":{"rendered":"Nicht wieviel Ressourcen wir haben -sondern wie wir sie einsetzen"},"content":{"rendered":"\n<p><br><br>\u201eDemographieorientierte Personalplanung\u201c ist eine irref\u00fchrend Formulierung. Sie erweckt den Eindruck, es g\u00e4be genug Personal, das nur richtig eingesetzt werden m\u00fcsste. Das ist aber nicht das, was uns die demographische Entwicklung auftr\u00e4gt. Der Wandel, den wir erfahren, ist zwar durch demographische Prozesse eingeleitet, spielt sich aber in nahezu allen gesellschaftlichen Handlungsfeldern ab. W\u00e4hrend also in den Gesundheitsberufen nach mehr Personal verlangt wird, machen sich anderen Branchen auch auf den Weg und schaffen Fakten. Das mag uns missfallen &#8211; aber es ist nunmal nicht zu \u00e4ndern.<br><br>Ein Baustein der Demographieorientierung beschreitet eigentlich bekannte Pfade: Investition in Mitarbeiterbindung, Wertsch\u00e4tzung, Attraktivit\u00e4t des Arbeitsplatzes und und und\u2026.<br><br>Das sind alles olle Kamellen? Sicher, wir kennen sehr gute Beispiele einer an Wertsch\u00e4tzung orientierten Personalf\u00fchrung. Aber wir kennen auch die schlechten Beispiele. Da, wo das Management Kommunikationsfehler macht, wo Menschen entt\u00e4uscht werden, wo sie aufs Abstellgleis gestellt werden, wo sie ihre Kr\u00e4fte verzehren. Sie w\u00e4ren \u00fcberrascht, wenn Sie mal in der Beratung von Pflegefachpersonen erleben, wieviel Kreativit\u00e4t Arbeitgeber an den Tag legen k\u00f6nne, wenn es darum geht, Mitarbeitern das Leben schwer zu machen.<br><br>Eine einfache Formel ist: jeder ist wichtig. Das mag wie ein Allgemeinplatz wirken. Aber die Wertsch\u00e4tzungfloskeln bleiben eben im Alltag oft auch ein Lippenbekenntnis. Man muss in der Regel nicht lange suchen, bis es in Einrichtungen und Arbeitspl\u00e4tzen sehr belastbare Hinweise darauf gibt, das Ausgrenzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter allgegenw\u00e4rtig ist, wenn diese aus irgendwelchen Gr\u00fcnden unangenehm werden.<br><br>Dass es auch anders geht, zeigen die Projekte \u201eMagnet-Krankenhaus\u201c oder \u201ePflegeattraktiv\u201c. Dabei halten diese Projekte auch kein Geheimwissen parat, sondern setzen auf eine Wertsch\u00e4tzungskultur.\u00a0Attraktivit\u00e4t eines Arbeitsplatzes ist immer noch das beste Instrument f\u00fcr eine demographieorientierte Personalpolitik. Wer das anerkennt und sich zus\u00e4tzlich mit den besonderen Bed\u00fcrfnissen seiner MitarbeiterInnen befasst, hat vielleicht die besten Chancen auf eine stabile Personalentwicklung. Arbeitgeber k\u00f6nnen \u2013 wenn sie Finanzierungsmodell daf\u00fcr haben \u2013 mit Integrationsbeauftragten, modernem Managementverst\u00e4ndnis auf Augenh\u00f6he, mit altersgerechten Arbeitspl\u00e4tzen oder mit Teilhabeoptionen ihre Attraktivit\u00e4t heben. Aber auch das geh\u00f6rt zur Wirklichkeit dazu: in einer Situation des Personalmangels sind die Mitarbeiter, die sich erfolgreich binden lassen auch die Mitarbeiter, die anderen Einrichtungen nicht zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDemographieorientierte Personalplanung\u201c ist eine irref\u00fchrend Formulierung. Sie erweckt den Eindruck, es g\u00e4be genug Personal, das nur richtig eingesetzt werden m\u00fcsste. Das ist aber nicht das, was uns die demographische Entwicklung auftr\u00e4gt. Der Wandel, den wir erfahren, ist zwar durch demographische Prozesse eingeleitet, spielt sich aber in nahezu allen gesellschaftlichen Handlungsfeldern ab. 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